Inspiriert von Schrödingers Katze
Zu Beginn setzt sich die Presseabteilung mit den Filmemacherinnen zusammen und lässt sich regelrecht löchern. Dann werden die vielen Informationen auf zwei bis drei Kernbotschaften reduziert, die der Zielgruppe entsprechen. Und dann entwickeln Hoppenhaus und Grunze ihre kreativen Ideen. In diesem physikalischen Umfeld waren sie tatsächlich inspiriert von Schrödingers Katze. „Außerdem landen Katzen immer auf den Füßen. Zu diesen Bewegungsabläufen gibt es viele Visualisierungen im Netz. Das ist doch eine positive Symbolik“, findet Hoppenhaus.
Das Storybuch, in dem Text- und Bildideen notiert sind, wurde noch mal eng mit Ina Helms und Professor Andreas Jankowiak, dem wissenschaftlichen Leiter des Projektes, abgestimmt. Anders als bei anderen Filmen wird erst getextet und eingesprochen, danach entstehen die Animationen und der Film, passgenau zur gesprochenen Botschaft. Das hat durchaus seinen Preis. „Filme an sich sind schon recht kostspielig und die Animationen sind dann nochmal teurer“, sagt Helms.
Neutron-Man
Der Katzen-Film ist nicht das erste Projekt, in dem das HZB Wissenschaft mit einem Augenzwinkern vermittelt. Begonnen habe das eigentlich nach Fukushima, so Helms, als man die Bevölkerung verstärkt über den Forschungsreaktor in Wannsee informieren musste und die Unterschiede zu einem Kernkraftwerk. Der komplexen Materie rückte man damals mit dem – ebenfalls animierten – Neutron-Man zu Leibe. „Auch dieser Film kam sehr gut an. Wir nutzen ihn immer noch gerne bei Besucherführungen und zum Tag der offenen Tür“, berichtet Helms.
Kataströphchen im Labor
In ihrem neuesten Projekt setzen die HZB-Kommunikatorinnen übrigens ganz gezielt auch auf den Humor der Wissenschaftler selbst: Im gerade mit dem Deutschen Preis für Online-Kommunikation ausgezeichneten Zukunftslogbuch HZBzlog können sie von ihrer Arbeit berichten, in leicht eingängigen, manchmal auch witzigen Bildern, das eine oder andere Kataströphchen im Labor eingeschlossen, und so einen Eindruck davon vermitteln, dass es auch im Alltag von Forschern nicht immer so bierernst zugeht.