Page 10 - Adlershof Journal November/Dezember 2015
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UNTERNEHMEN
Diodenforschung ist Trumpf Als erste Stellen für die neue Niederlassung ausgeschrieben Weltmarkt für Lasersysteme in der
wurden, war Strohmaier überrascht – sowohl von der Bewerber-
Materialbearbeitung 2013
zahl wie auch von der ausgezeichneten Qualifikation der Aspi-
ranten. „Das Angebot ist so toll, dass schon andere Kollegen aus Gesamt: 10,7 Mrd. US Dollar
Das weltweit führende Maschinenbau- und Lasertechnikunternehmen Trumpf baut seine dem Unternehmen angefragt haben“, berichtet Strohmaier. Als
Vorausentwicklung für Diodenlaser im Technologiepark Adlershof auf. Ein Gewinn für den sehr wertvoll für Trumpf erweisen sich auch potenzielle Partner.
Standort und für den Laserhersteller. Forschungseinrichtungen, vor allem das Ferdinand-Braun-Insti-
tut, Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik (FBH), das Fraun-
hofer Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration (IZM) und
die Technische Universität (TU) Berlin sowie Humboldt-Univer- 38 % 10 %
sität zu Berlin, aber auch Unternehmen wie Jenoptik und die
vielen kleinen Zulieferer in unmittelbarer Nähe sind für Trumpf Metallverarbeitende Nichtmetallverarbeitende
interessant. Hier werden Partnerschaften und Kooperationen, Branchen Branchen
etwa über Gastwissenschaftlerverträge, angestrebt und in eini-
gen Fällen schon gemeinschaftliche Forschungsvorhaben durch- 15 %
geführt. Wissen und Ausrüstungen sollen geteilt werden. Share Automobilindustrie
Science sozusagen. „Unsere Ingenieure und Entwickler sowie
die Forscher der umliegenden Institute geben sich jetzt gegen-
seitig Impulse, die Forschung und Entwicklung vorantreiben,
hier zeichnen sich bereits neue Rekordwerte in der Lasertech-
nologie ab“, sagt Strohmaier, der einst selbst an der TU Berlin
Physik studiert hat.
37 %
Elektro- und
Hier zeichnen sich bereits Elektronikindustrie
neue Rekordwerte in der
Lasertechnologie ab. Quelle: Optech Consulting
„Ich habe mich schon seit der Schulzeit für Laser interessiert“,
erzählt er. Im zweiten Semester seines Studiums stieg er mit
22 Jahren, als damals jüngster Werkstudent, bei Trumpf in die
Laserentwicklung ein und entwickelte für die Schweizer Un-
ternehmens-Niederlassung in Grüsch einen diodengepump-
ten Festkörperlaser. Während seiner Promotion forschte er an
Alles neu: Stephan Stohmaier in der Adlershofer Trumpf-Niederlassung Dioden und diodengepumpten Festkörperlasern für die Euro-
päische Weltraumbehörde (ESA) und deren Tochtergesell-
D ie Zukunft der Diodenlaser des Ditzinger Familienunterneh- Produktion. Für den abstrakteren Blick in die Zukunft wurde ein schaft Astrium. Abgesehen von einem kurzen Ausflug als
Entwicklungsleiter der US-Diodenlaserfirma TeraDiode in
mens Trumpf findet seit kurzem in Adlershof statt. Hier wird zusätzlicher Ort gesucht: Die Aktivitäten in dem stark wachsen- Boston blieb der gebürtige Stuttgarter immer Trumpf verbun-
Fortschritt gemacht. Zwar arbeiten einige Entwicklungsinge- den und technologisch immer wichtiger werdenden Geschäft den. Nun steckt er all seine Kraft in den Auf- und Ausbau der
nieure rund um Stephan Strohmaier, der die Diodenvorausent- rund um Hoch- und Höchstleistungslaser sollten um einen Adlershofer Niederlassung. Für Hobbys wie Handball oder die
wicklung in Berlin leitet, schon seit mehreren Monaten hier, Vorausentwicklungsbereich verstärkt werden. „Wir haben uns japanische Schwertkampfsportart Kendo bleibt ihm wenig
doch jetzt nimmt die neue Niederlassung mit frisch bezogenen einige Standorte mit kritischen Augen angeschaut – Adlershof Zeit. Dafür aber, um von den Möglichkeiten der Technolo-
Räumen in der Volmerstraße Nr. 10 Formen an. Hier befinden stellte sich rasch für unsere Belange als am attraktivsten he- gie zu schwärmen: „Die Anwendungsfelder sind fast unbe-
sich ein Labor, ein Reinraum sowie Büros für die zunächst etwa raus“, erzählt Strohmaier. Er selbst hat neben den USA schon grenzt“, sagt der Physiker. Vom Automobilbau über die Flug-
zehn Mitarbeiter. in China, Japan sowie in der Schweiz geforscht und gearbeitet. zeugindustrie bis zur Hausgeräte- und Solarbranche sind überall
Was ihn und die Entscheider bei Trumpf an dem Berliner Anlagen zum präzisen Laserschweißen, -schneiden, -löten und
Vorher saßen die Diodenlaserentwickler ausschließlich in der Wirtschafts- und Wissenschaftscampus überzeugte, sind die -härten gefragt. Um die Zukunft muss sich die Adlershofer Diodengepumpte Festkörperlaser sind aus der Automobilproduktion
US-amerikanischen Universitätsstadt Princeton, New Jersey. „hervorragende Recruitingsituation und die Partner“, die hier im Entwicklungsmannschaft jedenfalls keine Sorgen machen. cl nicht mehr wegzudenken
Dort sind sie noch immer – und arbeiten relativ nah an der nahen Umkreis greifbar sind.
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Diodenforschung ist Trumpf Als erste Stellen für die neue Niederlassung ausgeschrieben Weltmarkt für Lasersysteme in der
wurden, war Strohmaier überrascht – sowohl von der Bewerber-
Materialbearbeitung 2013
zahl wie auch von der ausgezeichneten Qualifikation der Aspi-
ranten. „Das Angebot ist so toll, dass schon andere Kollegen aus Gesamt: 10,7 Mrd. US Dollar
Das weltweit führende Maschinenbau- und Lasertechnikunternehmen Trumpf baut seine dem Unternehmen angefragt haben“, berichtet Strohmaier. Als
Vorausentwicklung für Diodenlaser im Technologiepark Adlershof auf. Ein Gewinn für den sehr wertvoll für Trumpf erweisen sich auch potenzielle Partner.
Standort und für den Laserhersteller. Forschungseinrichtungen, vor allem das Ferdinand-Braun-Insti-
tut, Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik (FBH), das Fraun-
hofer Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration (IZM) und
die Technische Universität (TU) Berlin sowie Humboldt-Univer- 38 % 10 %
sität zu Berlin, aber auch Unternehmen wie Jenoptik und die
vielen kleinen Zulieferer in unmittelbarer Nähe sind für Trumpf Metallverarbeitende Nichtmetallverarbeitende
interessant. Hier werden Partnerschaften und Kooperationen, Branchen Branchen
etwa über Gastwissenschaftlerverträge, angestrebt und in eini-
gen Fällen schon gemeinschaftliche Forschungsvorhaben durch- 15 %
geführt. Wissen und Ausrüstungen sollen geteilt werden. Share Automobilindustrie
Science sozusagen. „Unsere Ingenieure und Entwickler sowie
die Forscher der umliegenden Institute geben sich jetzt gegen-
seitig Impulse, die Forschung und Entwicklung vorantreiben,
hier zeichnen sich bereits neue Rekordwerte in der Lasertech-
nologie ab“, sagt Strohmaier, der einst selbst an der TU Berlin
Physik studiert hat.
37 %
Elektro- und
Hier zeichnen sich bereits Elektronikindustrie
neue Rekordwerte in der
Lasertechnologie ab. Quelle: Optech Consulting
„Ich habe mich schon seit der Schulzeit für Laser interessiert“,
erzählt er. Im zweiten Semester seines Studiums stieg er mit
22 Jahren, als damals jüngster Werkstudent, bei Trumpf in die
Laserentwicklung ein und entwickelte für die Schweizer Un-
ternehmens-Niederlassung in Grüsch einen diodengepump-
ten Festkörperlaser. Während seiner Promotion forschte er an
Alles neu: Stephan Stohmaier in der Adlershofer Trumpf-Niederlassung Dioden und diodengepumpten Festkörperlasern für die Euro-
päische Weltraumbehörde (ESA) und deren Tochtergesell-
D ie Zukunft der Diodenlaser des Ditzinger Familienunterneh- Produktion. Für den abstrakteren Blick in die Zukunft wurde ein schaft Astrium. Abgesehen von einem kurzen Ausflug als
Entwicklungsleiter der US-Diodenlaserfirma TeraDiode in
mens Trumpf findet seit kurzem in Adlershof statt. Hier wird zusätzlicher Ort gesucht: Die Aktivitäten in dem stark wachsen- Boston blieb der gebürtige Stuttgarter immer Trumpf verbun-
Fortschritt gemacht. Zwar arbeiten einige Entwicklungsinge- den und technologisch immer wichtiger werdenden Geschäft den. Nun steckt er all seine Kraft in den Auf- und Ausbau der
nieure rund um Stephan Strohmaier, der die Diodenvorausent- rund um Hoch- und Höchstleistungslaser sollten um einen Adlershofer Niederlassung. Für Hobbys wie Handball oder die
wicklung in Berlin leitet, schon seit mehreren Monaten hier, Vorausentwicklungsbereich verstärkt werden. „Wir haben uns japanische Schwertkampfsportart Kendo bleibt ihm wenig
doch jetzt nimmt die neue Niederlassung mit frisch bezogenen einige Standorte mit kritischen Augen angeschaut – Adlershof Zeit. Dafür aber, um von den Möglichkeiten der Technolo-
Räumen in der Volmerstraße Nr. 10 Formen an. Hier befinden stellte sich rasch für unsere Belange als am attraktivsten he- gie zu schwärmen: „Die Anwendungsfelder sind fast unbe-
sich ein Labor, ein Reinraum sowie Büros für die zunächst etwa raus“, erzählt Strohmaier. Er selbst hat neben den USA schon grenzt“, sagt der Physiker. Vom Automobilbau über die Flug-
zehn Mitarbeiter. in China, Japan sowie in der Schweiz geforscht und gearbeitet. zeugindustrie bis zur Hausgeräte- und Solarbranche sind überall
Was ihn und die Entscheider bei Trumpf an dem Berliner Anlagen zum präzisen Laserschweißen, -schneiden, -löten und
Vorher saßen die Diodenlaserentwickler ausschließlich in der Wirtschafts- und Wissenschaftscampus überzeugte, sind die -härten gefragt. Um die Zukunft muss sich die Adlershofer Diodengepumpte Festkörperlaser sind aus der Automobilproduktion
US-amerikanischen Universitätsstadt Princeton, New Jersey. „hervorragende Recruitingsituation und die Partner“, die hier im Entwicklungsmannschaft jedenfalls keine Sorgen machen. cl nicht mehr wegzudenken
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